Gestern war ich in Berlin.

04:30 Uhr aufstehen, kurz nach 05:00 Uhr Richtung Bus marschieren und kurz nach 06:00 in den Zug steigen, der mich Richtung Berlin bringt.08:32 ist mein EC in den berliner HBF eingefahren und ich konnte Berlin besichtigen. Zu dieser Uhrzeit war es noch schön ruhig. Kaum Autos auf den Strassen und keine Menschenmassen. Ausser vor dem Reichstag; der scheint ja sehr spannend zu sein.

Die Zeit bis zum Anfang der Demonstration um 15 Uhr habe ich mir damit vertrieben, mir Berlin anzusehen. Zum Beispiel das Stelenfeld (Gedänkstätte für die ermordeten Juden Europas), das Brandenburger Tor und die Neue Wache. Im Lustgarten beim Berliner Dom habe ich mich dann ein wenig hingesetzt und dem Treiben dort zugeschaut. Dort wurde ich dann zum zweiten und dritten Mal um Geld angebettelt (das erste mal am Brandenburger Tor). Eine indische Frau fragte mich, ob ich englisch spreche. Als ich darauf den Kopf schüttelte, frage sie, ob ich deutsch spreche. Wieder nur kopfschütteln meinerseits. Ein kleines indisches Mädchen fragte mich ebenfalls. Diesmal sagte ich, dass ich französisch spreche. Es hat mich ein wenig verwundert, dass die Kleine gleich auf französisch ein paar Wörter von sich gab. Tja, die sind gut vorbereitet. Geld habe ich trotzdem keines verschenkt.
Neben dem Berliner Dom befindet sich der Schlossplatz. Dort fand um 14:00 Uhr ein Flashmob zum Thema Mindestlohn statt. Dort konnte man abstimmen, ob man für oder gegen den gesetzlichen Mindestlohn ist. Über 168 Personen haben mitgemacht und innerhalb von 15 Minuten ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis ist folgender maßen ausgefallen: 166 Stimmen dafür und 2 ungültige Stimmen.

Danach musste ich mich gleich auf den Weg zur Demonstration machen. Bei meiner Ankunft wurden noch fleissig Plakate gepinselt.

Von dem Glasflaschen und Dosenverbot habe ich nicht viel mitbekommen. Gerade am Ende des Demonstrationszuges sind viele mit Bierflaschen in den Händen herumgelaufen. Allerdings habe ich gesehen, wie stichprobenartig ein paar Personen vor Beginn des Zuges durchsucht wurden.
Bis auf kleine Gerangel blieb die Demonstration bis zum wieder Eintreffen auf dem Potsdamer Platz friedlich. Bei der Abschlusskundgebung ereignete sich dann aber leider ein Zwischenfall: Udo Vetter hat darüber etwas geschrieben und auch die polizeiliche Stellungnahme zu dem Vorfall gepostet.
Ich habe davon nichts mitbekommen. In meiner Ecke waren alle friendlich und die Polizisten sahen noch relativ entspannt aus.

Der Grund, dass ich nichts mitbekommen habe, lag wohl eher daran, dass ich schon recht zeitig gegangen bin. Mittlerweile konnte ich mich mehr auf den Beinen halten. Ich war echt froh, als ich am Bahnhof ankam. Dort habe ich mir erst mal einen Schokoshake geholt und dann ganz entspannt auf meinen Zug gewartet.
Um 01:00 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Das war ein langer Tag.
Ich (bzw mein Computer) bin gerade dabei, meine Bilder bei flickr hoch zu laden.
http://www.flickr.com/photos/guinthereal/sets/72157622356215444/
Jetzt 19 Uhr sind gut 30 % hochgeladen (430 Bilder sind es insgesamt). Es dauert also noch eine Weile, bis alle Bilder zu sehen sind. Dafür sind die Bilder dann in einer Auflösung von bis zu 3000 x 3000 Pixel hochgeladen. Ich habe auch allen Bildern Geokoordinaten zugewiesen (Dank meines GPS Trackers). Man kann also nachvollziehen, von wo aus die Fotos geschossen wurden.


[...] Berlin – Über den Rand [...]