Nordholz – die Perle an der Nordsee

Werbeartikel der Gemeinde Wurster Nordseeküste

 

Die erste Spalte ist ja noch ok, aber der Rest ist ein bisschen zu dick aufgetragen,

„Herausragend am Seedeich ist der Kutterhafen…“

Naja, Kutterhäfen gibt es überall an der Küste und bestimmt auch schönere. Die kleine Schlickkuhle nun als „herausragend“ zu bezeichnen, setzt den ganzen Ort herab.

„… besten Blick auf die Nordsee…“

Von jedem Nordseedeich aus kann ich auf die Nordsee gucken. Für gewöhnlich ist und bleibt dieser Blick sogar unverbaut.

„Sehenswert in Nordholz ist die neuerbaute ev . luth. Kirche in ungewöhnlicher, aber sehr ansprechender Form.“

Netter als die alte Kirche ist die neue schon, aber wirklich ungewöhnlich?

„Entlang der Innendeichs[sic] verlaufenden Straße gibt es auch verschiedene urige gastronomische Betriebe.“

„urig“   Ja, das ist schon mal gar nicht so schlecht. Allerdings ist es nun schwerer geworden, einen dieser urigen Betriebe zu finden, denn sie sind nun alle in Nordholz Wurster Nordseeküste hinter’m Deich. Warum die Post es angeblich nicht hingekommt, die einzelnen Orte weiterhin mit Post zu beliefern und darauf beharrt, alles müsse ein Ort sein, bleibt mir ein Rätsel.

Aber immerhin wird Nordholz als Schlafplatz für Cuxhaven erwähnt 🙂

Auch die umrahmenden Werbeanzeigen sind mit viel BEdacht platziert worden.
Ein Ort ohne Dönerbude ist unvollständig. Einen 1&1 Shop braucht auch jeder Kurort (kaputtes Handy wär ’ne Katastrofe). Der Immobilienmakler vermittelt den betuchten Urlaubern ihren Altensitz. Die Werkstatt repariert die liegenbegliebene Familienkutsche. Und beim Elektrofachhändler kann der Urlauber Batterien kaufen.

Nur gut, dass alles in trockenen Tüchern ist.