Jeden Tag eine gute Tat

Gestern Nachmittag habe ich einem älteren Mann im Straßenverkehr geholfen.<br />
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Schon von weitem hörte ich ein Auto heranfahren. Soweit noch nichts Besonderes. Der Fahrer des Wagens hatte aber einen speziellen Fahrstil drauf. Erster Gang ud Vollgas. Man hat gehört, wie der Motor immer wieder in den Drehzahlbegrenzer gegangen ist. So fuhr eben dieses Auto im Schneckentempo und heulendem Motor an mir den Fußgänger vorbei. An der nächten großen Kreuzung gab es dann ein Problem. Das heulende Auto hatte es noch bis auf die Kreuzung geschafft, kam dann aber nicht mehr viel weiter und hat dann die Kreuzung verstopft.<br />
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Ein großes Lob muss ich an dieser Stelle den anderen Verkehrsteilnehmern aussprechen. Es hat zwar niemand direkt geholfen, aber immerhin hat keiner der Autofahrer gehupt oder besonders gedrängelt. Keiner hat gehupt? Doch, ein Herr gehobeneren mittleren Alters mit grau melierten Haaren und aufgedonnerter Gattin auf dem Beifahrersizt ist hupend an dem armen verreckten Auto in seinem BMW Z3 Roadster vorbeigerast. Idioten gibt es halt immer. Selbst die Taxifahrer sind ruhig geblieben.<br />
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Kommen wir wieder zum verreckten Auto auf der Kreuzung. Zwei Jugendliche sind zu eben diesem Auto gegangen und hatten nachgefragt, was los sei. Der Fahre des blockierenden Autos gab ihnen aber keine konkrete Antwort und die beiden zogen wieder von dannen. Kurz darauf war ich dann am Wagen. Kurz ans Fenster geklopft und nachgefragt. Ja er wolle noch in die ****Straße. Ein kurzer Blick von mir auf die Motortemperaturanzeige des Autos  sagte mir aber, dass das Auto dieses Vollgas nicht mehr lange mitmacht. Also haben wir, die beiden Jugendlichen von vorhin haben geholfen, das Auto an den Strassenrand geschoben.<br />
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Den älteren Autofahrer mit Hut habe ich dann noch bis zur nächsten Bushaltestelle begleitet. Er erzählte mir, dass dies nur ein Leihwagen sei und sein Auto in der Werksatt sei. Einem so alten Mann ein so altes Auto als Leihwagen zu geben, mag euf den ersten Blick logisch und passend zu erscheinen, aber das Auto hatte schon rein vom Äusseren seine besten Tage schon sehr lange hinter sich. Mich wundert es, dass der Mann mit dem Auto überhaupt lenken konnte, denn es war keine Servolenkung vorhanden. Im Stand konnte er das Lenkrad gar nicht bewegen, was gerade beim Einparken sehr problematisch für ihn gewesen sein muss.<br />
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Das war meine gute Tat für <span style="text-decoration: line-through;">dieses Jahr</span> diesen Tag.