Wochen waren vergangen, und dennoch war Lara gefangen zwischen Sehnsucht und Verlangen. Der Fremde ging ihr nicht aus dem Kopf – die flüchtigen Begegnungen, die glühenden Nächte und die Geheimnisse, die ihn umgaben. Ihr Leben verlief weiter, doch es war, als hätte er ein Feuer in ihr entfacht, das nicht mehr zu löschen war.
Eines Abends, als sie sich nach einem langen Arbeitstag in ihre Decke kuschelte, summte ihr Handy. Eine Nachricht von ihm: „Ich habe dich vermisst. Wenn du bereit bist für Antworten – komm zu mir. Dieselbe Galerie. Heute Abend. 21 Uhr.“
Lara spürte, wie ihr Herz raste. Antworten. Es war genau das, was sie wollte – und doch hatte sie Angst vor der Wahrheit. Trotzdem wusste sie, dass sie hingehen musste.
Als sie die Galerie betrat, war es anders als beim letzten Mal. Die Räume waren leer, bis auf das gedämpfte Licht und die leisen Klavierklänge, die aus den Lautsprechern drangen. Er stand in der Mitte des Raumes, die Hände in den Taschen, und sah sie mit einem sanften Lächeln an.
„Du bist gekommen“, sagte er leise. Lara nickte, unfähig, die Mischung aus Nervosität und Vorfreude zu verbergen. „Ich habe es dir versprochen“, antwortete sie und trat näher. „Wer bist du wirklich?“
Er trat auf sie zu, hob sanft ihr Kinn an und blickte tief in ihre Augen. „Mein Name ist Adrian. Und ich war schon lange auf der Suche nach dir.“ Lara runzelte die Stirn, überrascht von seiner Ernsthaftigkeit. „Auf der Suche nach mir? Warum?“
„Weil du mich berührt hast wie niemand zuvor. Nicht nur körperlich – sondern viel tiefer. Und ich habe Angst davor gehabt“, gab er zu, seine Stimme leise und aufrichtig. „Ich bin es gewohnt, die Kontrolle zu haben – doch mit dir habe ich sie verloren.“
Lara spürte, wie ihre Anspannung nachließ. Mit zitternden Fingern strich sie ihm über die Wange, und zum ersten Mal schien er verwundbar. „Warum hast du mich dann immer wieder zurückgelassen?“, fragte sie leise.
Adrian senkte den Blick. „Weil ich nicht zulassen wollte, dass mich jemand so tief erreicht. Aber ich kann dich nicht mehr loslassen.“
Ohne ein weiteres Wort zog sie ihn in einen innigen Kuss – voller Verlangen, aber auch mit der Zärtlichkeit, die all die unausgesprochenen Worte in sich trug. Sie wusste, dass diese Verbindung nicht nur körperlich war, sondern weit darüber hinausging.
Als sie sich voneinander lösten, nahm Adrian ihre Hand. „Lass uns von vorn beginnen – ohne Geheimnisse.“ Lara nickte, und ein sanftes Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Ich will dich ganz – mit allem, was dazugehört.“
In dieser Nacht vergaßen sie die Zeit und verloren sich völlig in ihrer Berührung. Es war der Beginn einer Sehnsucht, die sie nicht mehr loslassen würde.