Ein paar Tage waren vergangen, doch Lara konnte die Begegnung in der Galerie nicht vergessen. Ihr Kopf war gefüllt mit Erinnerungen an seine Berührungen, die Intensität seines Blicks und das Prickeln, das noch immer in ihrem Körper nachhallte. Sie wusste nichts über ihn – nicht einmal seinen Namen – und doch ließ der Fremde sie nicht los.
Während sie an ihrem Schreibtisch saß und versuchte, sich auf ihren Artikel zu konzentrieren, summte plötzlich ihr Handy. Eine Nachricht, von einer unbekannten Nummer: „Ich hoffe, die Kunst hat dich inspiriert. Es gibt da ein weiteres Event, bei dem ich dich gern sehen würde.“ Darunter ein Ort und eine Uhrzeit – keine Signatur. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, und ohne groß nachzudenken, tippte sie eine kurze Antwort: „Ich werde da sein.“
Am Abend betrat sie das luxuriöse Hotel, in dem die Veranstaltung stattfand. Menschen in edler Kleidung flanierten durch die Empfangshalle, Champagnergläser klirrten, und die Luft war erfüllt von leiser, jazziger Musik. Lara fühlte sich aufgeregt und nervös zugleich, unsicher, ob er wirklich hier war oder ob alles nur ein Spiel mit ihrer Fantasie war.
Gerade als sie sich an der Bar einen Drink bestellen wollte, spürte sie ihn hinter sich. Eine Hand legte sich sacht an ihre Taille, und sie drehte sich um – da war er. Sein Lächeln ließ sie augenblicklich weiche Knie bekommen. „Ich wusste, dass du kommst“, sagte er leise, seine Lippen nur einen Hauch von ihrer Haut entfernt. „Du bist neugierig – und das gefällt mir.“
„Vielleicht bist du auch einfach schwer zu vergessen“, erwiderte sie keck, und er zog sie noch näher an sich. „Warte hier“, flüsterte er und verschwand in der Menge. Verwirrt und ein wenig enttäuscht, nahm sie einen Schluck von ihrem Drink, als eine Nachricht auf ihrem Handy aufblinkte: „Zimmer 407. Lass die Tür angelehnt. Vertraue mir.“
Laras Herz raste, doch die Neugier überwog. Ohne lange zu überlegen, machte sie sich auf den Weg in den vierten Stock. Als sie die angelehnte Tür vorsichtig öffnete, fand sie einen Raum im Dämmerlicht vor. Kerzen flackerten auf dem Tisch, und in der Luft lag der Duft von Sandelholz. Kaum hatte sie die Tür geschlossen, trat er hinter sie, legte seine Hände auf ihre Schultern und küsste ihren Nacken. Ihr Körper reagierte sofort, Hitze durchströmte sie, und sie ließ sich gegen ihn sinken.
„Du hast mich verrückt gemacht“, murmelte er und zog sie langsam aus ihrem Mantel. Seine Finger glitten sanft über ihre Arme, ließen eine Gänsehaut zurück, während er sie zum Bett führte. Sie drehte sich um, sah ihm in die Augen und konnte in ihnen dasselbe Verlangen erkennen, das auch sie ergriff. Seine Lippen fanden ihre, und die Leidenschaft flammte erneut auf – unkontrollierbar, wild und doch voller Zärtlichkeit.
In dieser Nacht vergaß sie die Zeit und verlor sich völlig in seiner Berührung. Es war der Beginn einer Sehnsucht, die sie nicht mehr loslassen würde.