Keine Werbung

Dieses Jahr, 2018, hat Google angefangen speziell im Chrome Browser „Bad Ads“, also böse Werbung, zu blockieren. Was böse ist, hat Google festgelegt und bekannt gegeben. Die Werbetreibenden hatten dann etwas Zeit zu reagieren und ihre Werbung umzustellen.

Bereits Mitte 2017 gab Google seine Pläne für deinen Werbeblocker bekannt. Um nicht ganz von vorne und alleine die Sache anzugehen, ist Google der „Coalition for Better Ads“ beigetreten. Dort ist dann auch definiert, was schlechte Werbung ist. Somit kann schlechte Werbung auch einfach „nur“ schlecht platziert sein. Oder auch einfach nur besonders nervig sein, in dem Videos und Sounds automatisch abgespielt werden.

Was Google macht aber auch seit längerem schon mehr. Google selber bietet ein Werbenetzwerk an. Dazu zähle ich mal auch den Google Play Store. Hier hat Google das Hausrecht und schmeißt dann auch kurzerhand betrügerische oder irreführende Werbung einfach raus. Werbung, die zu Malware führt, wird eh schon seit langem geblockt, sobald sie bekannt wird.

So hat Google schon in 2016 über 1.7 Milliarden Werbeanzeigen entfernt, die gegen Googles Richtlinien verstoßen. In 2017 waren es schon über 3.2 Milliarden Werbeanzeigen von Google entfernte Anzeigen. Dazu kann man sich beispielsweise auf GoogleWatchBlog ein paar Infografiken angucken.

Ich leide an Mangelerscheinungen

Da war mal wieder Werbung im Briefkasten. Soweit nichts ungewöhnliches. Der Werbebrief fing mit

leiden Sie an akuten Mercedes-Mangelerscheinungen und möchten mal wieder richtig Fahrspaß erleben?

Ich habe tatsächlich keinen Mercedes. Aber ich leide deswegen auch nicht an Mangelerscheinungen.

Werbebrief an Freiberufler

Ich verstehe den Witz dahinter. Aber wirklich gut ist die Werbung dann nicht. „Leasing-Therapie“? Eine teure ausgedachte Therapie für eine eingebildete „Krankheit“? Mercedes will also als Quacksalber auftreten und will nur das beste von seinen potentiellen Kunden. Ihr Geld. Das war bestimmt eine ganz junge und hippe Werbeagentur.

Nächstes Mal vielleicht…

Nordholz – die Perle an der Nordsee

Werbeartikel der Gemeinde Wurster Nordseeküste

 

Die erste Spalte ist ja noch ok, aber der Rest ist ein bisschen zu dick aufgetragen,

„Herausragend am Seedeich ist der Kutterhafen…“

Naja, Kutterhäfen gibt es überall an der Küste und bestimmt auch schönere. Die kleine Schlickkuhle nun als „herausragend“ zu bezeichnen, setzt den ganzen Ort herab.

„… besten Blick auf die Nordsee…“

Von jedem Nordseedeich aus kann ich auf die Nordsee gucken. Für gewöhnlich ist und bleibt dieser Blick sogar unverbaut.

„Sehenswert in Nordholz ist die neuerbaute ev . luth. Kirche in ungewöhnlicher, aber sehr ansprechender Form.“

Netter als die alte Kirche ist die neue schon, aber wirklich ungewöhnlich?

„Entlang der Innendeichs[sic] verlaufenden Straße gibt es auch verschiedene urige gastronomische Betriebe.“

„urig“   Ja, das ist schon mal gar nicht so schlecht. Allerdings ist es nun schwerer geworden, einen dieser urigen Betriebe zu finden, denn sie sind nun alle in Nordholz Wurster Nordseeküste hinter’m Deich. Warum die Post es angeblich nicht hingekommt, die einzelnen Orte weiterhin mit Post zu beliefern und darauf beharrt, alles müsse ein Ort sein, bleibt mir ein Rätsel.

Aber immerhin wird Nordholz als Schlafplatz für Cuxhaven erwähnt :)

Auch die umrahmenden Werbeanzeigen sind mit viel BEdacht platziert worden.
Ein Ort ohne Dönerbude ist unvollständig. Einen 1&1 Shop braucht auch jeder Kurort (kaputtes Handy wär ’ne Katastrofe). Der Immobilienmakler vermittelt den betuchten Urlaubern ihren Altensitz. Die Werkstatt repariert die liegenbegliebene Familienkutsche. Und beim Elektrofachhändler kann der Urlauber Batterien kaufen.

Nur gut, dass alles in trockenen Tüchern ist.