Ein paar Wochen nach der Einführung weiterer Kategorien, in den kostenlos Versand werden muss, hat sich der Wirbel immer noch nicht gelegt.
Viele private Verkäufer versuchen diesen Zwang zu umgehen, in dem sie ihre Artikel nicht mehr in den Kostenlos-Versand-Kategorien einstellen, auch wenn die Kategorie dann falsch sein sollte. Dies hat dann aber den Nachteil, dass der Artikel weniger gefunden werden kann. Ich selber suche zwar äußerst selten innerhalb einer Kategorie, aber andere handhaben das sicherlich anders. Jeder entgangene potentielle Bieter ist für einen privaten Verkäufer mehr als nur ärgerlich. Dies kann den Unterschied von 1 Euro Verkaufspreis zu 10 Euro Verkaufspreis ausmachen.
Verkäufer gehen auch dazu über, die Artikel zwar offiziell versandkostenfrei anzubieten, aber in der Artikelbeschreibung wird dann darauf hingewiesen, dass dann Versandkosten anfallen. Oder es wird gar erst nach Ablauf der Autkion in der Bestätigungsmail mittgeteilt. In beiden Fällen soll kein rechtskräftiger Kaufvertrag zustannde kommen, da sich Vertragspunkte widersprechen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, die Artikel nur noch für Selbstabholer anzubieten und dann den Versand als Extraservice zu deklarieren. Aber auch das schreckt wieder eine Menge potentieller Bieter ab.
Herr Axel Gronen rät in seinem Wortfilter.de Blog sogar davon ab, privat bei Ebay zu versteigern. Ganz so drastisch sehe ich das nicht. Man muss ich überlegen, was man bei Ebay einstellt. Und wegen den Versandkosten muss man mehr abwägen, ob man nicht doch den Startpreis auf über 1 Euro setzt. Das kostet dann allerdins auch Einstellgebühren.
Ab und an bietet Ebay Aktionstage an, an denen diverse Gebühren entfallen. Auf solche Tage könnte man dann warten. Andererseits sind diese Tage nicht immer günstig gewählt, da der Endtermin einer Autkion einen kleinen Einfluss darauf hat, wieviele potentielle Bieter gegen Ende vorhanden sind. Wieso, was und weshalb schreibe ich hier nun nicht nieder. Das wäre einen eigenen Artikel wert.
Der Gewinner an der ganzen Sache ist erst einmal Ebay, denn an den Versandkosten hat Ebay nichts verdient. Nun müssten diese in den Verkaufspreis einkalkuliert werden und somit steigen auch die Gebühren für Ebay.
Augen auf beim Verkauf! (egal wo)
