Idee: Auskunftsrecht per Gesetz

Wäre es nicht toll, wenn man bei den verschiedenen Unternehmen anfragen kann und diese einem sagen müssen, welche persönliche Daten von einem dort gespeichert sind?

Udo Vetter (Blog) hat eben einen solchen Vorschlag bei dem Berliner Tagesspiegel (am Ende des Artikels “Die naive Datenkuh”) gefunden. Dieser Vorschlag wird vollständig von mir unterstützt. Voll knorke und so ;)

Freiheit statt Angst 2010

Auch dieses Jahr, am 11.09.2010, wird wieder die Demonstration “Freiheit statt Angst” in Berlin statt finden. http://www.netzpolitik.org/2010/materialien-fuer-die-freiheit-statt-angst-2010/

Diesjähriges Motto: Stoppt den Überwachungswahn

Im letzten Jahr war ich auch dabei. Vor der Demo gab es noch einen Flashmob zum Thema Mindestlohn, an den sich einige beteiligt haben.

Flashmob für Mindestlohn

Flashmob für Mindestlohn

Ich bin die Demonstrationsstrecke nicht mit abgelaufen, da ich schon seit dem frühen Morgen in Berlin herumgelaufen bin. Ein bisschen sitzen tat da ganz gut.

Freiheit statt Angst

Der Demonstrationszug setzt sich in Bewegung

Irgendwann war der Zug dann auch wieder am Ausgangspunkt angekommen.

zurückkommender Demonstrationszug

Die Meute kommt zurück

Auf Flickr habe ich meine ganzen Bilder von meinem Tag in Berlin hochgeladen:
http://www.flickr.com/photos/guinthereal/sets/72157622356215444/with/3917118828/

Frühere Blogeinträge: http://blog.guin.de/?s=freiheit+statt+angst

Fährt einer von meinen zwei Lesern mit?

Jugendmedienschutzstaatsvertrag

Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Schönes Wort, oder?

Unsere Landesministerpräsidenten haben den neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag beschlossen. Inhalte im Internet sollen in Alterkategorien eingestuft werden. Ist eine Seite ab 16 Jahren oder 18 Jahren geeignet , also die Erzeihung und Entwicklung ist beeinträchtigt, sollen die jeweiligen Betreibern ihre Seite gekennzeichnen.

Halt.

Nein “sollen” oder “müssen” muß hier niemand. Denn statt kennzeichnen, kann man auch eine Alterverifizierung durchführen, oder man zeigt seine Inhalte nur nachts. Öffnungszeiten im Internet. Gerade die Öffnungszeiten bringen doch gar nichts. Denn erstens ist die Seite so nur ein Bruchteil des Tages abrufbar; zweitens können Kinder dann trotzdem drauf zugreifen und drittens ist in anderen Zeitzonen dann gerade Primetime. Server aus dem Ausland betrifft das Ganze eh nicht. Die ganzen Pornoseiten aus dem Ausland können die Kinder immer noch bequem ansurfen.

Nein.

Denn das eigentlich geforderte “Löschen statt Sperren” kommt in der Politik nicht so gut an. Vermutlich wird dann im Februar 2011 das Zugangserschwerungsgesetzt doch noch aktiv. Also Pornoseiten und sonstige unbequeme Seiten werden dann auf eine geheime Liste gesetzt und verschwinden aus dem “DeutschNetz”.

Nö.

Das Zugangserschwerungsgesetzt erschwert den Zugang halt nur. Und das auch nur einmalig für 5 Minuten. Denn dann hat der internetaffine Filius die Sperre umgangen.

Der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag ist noch nicht Gesetz. Erst muss es noch die Landesparlamente passieren. Nur ein Parlament muss dagegen stimmen, damit der Jugendmedienschutzstaatsvertrag abgelehnt wird. Aber mal ehrlich, das wird eh nicht passieren. Wenn doch, dann zeihe ich um in dieses Bundesland ;)

Inspiriert von und durch Spreeblick.com.

Aktionstage

Anfang des Jahres hatte eine große Elektrohandelskette Aktionswoche. Jeder zehnte Einkauf ist kostenlos. Dies hat nun findige Kunden dazu veranlasst, so lange einzukaufen, bis sie ihren Artikel kostenlos bekommen haben. Die anderen wollten sie wieder zurück geben. Der Markt wirbt immerhin mit problemlosem Umtausch:

Umtausch: Da machen Sie garantiert nichts falsch. Sollte Ihnen ein bei uns gekaufter Artikel nicht
gefallen, können Sie ihn innerhalb von 14 Tagen zurückgeben. Wir tauschen um. Ohne Wenn und Aber.

Umtausch heisst aber nun nicht, dass man sein Geld zurück bekommt. Sondern eben nur, dass man einen Artikel gegen anderen tauschen kann. Der Markt war aber immerhin so freundlich, Gutscheine im zurückgegebenen Warenwert auszustellen.

Tja, und nun? Einer der findigen Kunden, der es scheinbar sehr gut ausgenutzt hatte, versteigert seine Warengutscheine nun bei Ebay.

Etwas generft schreibt der Auktionär in seine Artikelbeschreibung:

BITTE NICHT MEHR FRAGEN WOHER UND WARUM ICH SOVIELE GUTSCHEINE HABEN UND OB ES NICHT BESSER WÄRE DIESE IN KLEINEREN POSTEN ZU VERÄUßERN UND SO WEITER…!!! DANKE!!!

Bis letzte Nacht stand auch noch drin, dass er mal eben “20 Mille” übrig gehabt hätte und mit der Aktion einen “guten Reibach” gemacht hätte und “wenn man keine Ahnung hat, soll man die Fresse halten”. Diese Phrasen hat er aber nun aus der Artikelbeschreibung entfernt. Er hat wohl bemerkt, dass dies nicht gerade verkaufsfördernd ist ;-)

Eigentlich eine gute Sache, wenn ich nun gerade was für um die 18.000 Euro bei dem Markt kaufen will. Aber wer gibt schon so viel auf einmal dort aus?

Ich bin gespannt, ob jemand den Artikel kauft.

[edit 19.01.2010 11:53:12] Das Angebot wurde vorzeitig beendet. Vielleicht hat der Verkäufer ausserhalb von Ebay einen Käufer gefunden. So spart er immerhin die nicht ganz so niedrigen Verkaufsgebühren.

Ebay und die Versandkosten

Ein paar Wochen nach der Einführung weiterer Kategorien, in den kostenlos Versand werden muss, hat sich der Wirbel immer noch nicht gelegt.

Viele private Verkäufer versuchen diesen Zwang zu umgehen, in dem sie ihre Artikel nicht mehr in den Kostenlos-Versand-Kategorien einstellen, auch wenn die Kategorie dann falsch sein sollte. Dies hat dann aber den Nachteil, dass der Artikel weniger gefunden werden kann. Ich selber suche zwar äußerst selten innerhalb einer Kategorie, aber andere handhaben das sicherlich anders. Jeder entgangene potentielle Bieter ist für einen privaten Verkäufer mehr als nur ärgerlich. Dies kann den Unterschied von 1 Euro Verkaufspreis zu 10 Euro Verkaufspreis ausmachen.

Verkäufer gehen auch dazu über, die Artikel zwar offiziell versandkostenfrei anzubieten, aber in der Artikelbeschreibung wird dann darauf hingewiesen, dass dann Versandkosten anfallen. Oder es wird gar erst nach Ablauf der Autkion in der Bestätigungsmail mittgeteilt. In beiden Fällen soll kein rechtskräftiger Kaufvertrag zustannde kommen, da sich Vertragspunkte widersprechen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die Artikel nur noch für Selbstabholer anzubieten und dann den Versand als Extraservice zu deklarieren. Aber auch das schreckt wieder eine Menge potentieller Bieter ab.

Herr Axel Gronen rät in seinem Wortfilter.de Blog sogar davon ab, privat bei Ebay zu versteigern. Ganz so drastisch sehe ich das nicht. Man muss ich überlegen, was man bei Ebay einstellt. Und wegen den Versandkosten muss man mehr abwägen, ob man nicht doch den Startpreis auf über 1 Euro setzt. Das kostet dann allerdins auch Einstellgebühren.
Ab und an bietet Ebay Aktionstage an, an denen diverse Gebühren entfallen. Auf solche Tage könnte man dann warten. Andererseits sind diese Tage nicht immer günstig gewählt, da der Endtermin einer Autkion einen kleinen Einfluss darauf hat, wieviele potentielle Bieter gegen Ende vorhanden sind. Wieso, was und weshalb schreibe ich hier nun nicht nieder. Das wäre einen eigenen Artikel wert.

Der Gewinner an der ganzen Sache ist erst einmal Ebay, denn an den Versandkosten hat Ebay nichts verdient. Nun müssten diese in den Verkaufspreis einkalkuliert werden und somit steigen auch die Gebühren für Ebay.

Augen auf beim Verkauf! (egal wo)

Ich nehme Dopingmittel

Ja so ist es. Jedenfalls wenn man nach der Definition vom US-Leichtathletikverbande USA Track & Field (USATF) geht. Diese stufen Musikhören als Doping ein, da es Leistungssteigernd ist.

Somit wären Training und positive Gedanken auch Doping. Mal ganz davon abgesehen, dass der Körper bei Anstrengung seine eigenen Drogen produziert…

ipoddoping

Jennifer Goebel wurde von der USATF der Marathonsieg aberkannt, da sie einen iPod wärend des Marathon nutzte. batgeek (Flickraccount) hat dieses kompromittierende Foto geschossen.

Ich bin dafür, dass ab sofort nur noch Kieselsteine an Sportwettkämpfen teil nehmen dürfen!

[via] de.engadget.com

Eindeutig Zweideutig

Das das Arbeitsrecht auch mal spritzig sein kann, würde man kaum vermuten.

Im Lawblog las ich heute folgenden Text:

Personalchef zur Bewerberin

“Sie könnten gut zu uns passen”, sagt der Personalchef am Ende des Vorstellungsgespräches und schaut die Bewerberin wohlwollend an. “Wären Sie denn zunächst zu einem kurzen, äh, Einfühlungsverhältnis bereit?”

Darauf hin hat die Bewerberin dem Personalchef eine geknallt. Wer verdenkt es ihr?

Google Suchseite ist nun patentiert

Die einfache aber dennoch geniale Suchmaske von Google ist nun nach vielen Jahren patentiert worden.

http://valleywag.gawker.com/5350982/google-patents-worlds-simplest-home-page

Rasende Räuber

Einen Blitzraubzug in einem Applestore haben 5 maskierte Männer in nur 31 Sekunden durchgezogen. Dabei haben sie 23 MacBooks, 14 iPhones und 9 iPods mitgenommen.

Der englische Nachrichten-Podcast und Überwachungsvideos zum Einbrucht gibt es auf Basicthinking.de zu sehen.

Cooles Gehabe

Durch Drohgebährden oder besonders „cooles“ auftreten versucht man den Gegner zu verunsichern. Genau das wird bei einem Rechtsstreit nicht anders gemacht.

“Einer Klage sehen wir gelassen entgegen.”

“I look forward to reading your response or, if you want, seeing you in court.”

[via] stattaller.blogspot.com